Bioaktive Kollagenpeptide

Unter Bioaktive Kollagenpeptide versteht man spezifische Proteinfragmente, die einen positiven Einfluss auf Zustand und Funktion des Körpers haben und letztendlich die Gesundheit beeinflussen können, indem sie physiologische Vorgänge modulieren [Sharma et al 2011]. Sie bestehen meist aus 3 bis 20 Aminosäuren pro Molekül, das entspricht einem Molekulargewicht von ca. 3 bis 6,2 kDa*. Solange diese im Protein eingebunden sind, entfalten sie diese Eigenschaften nicht, d.h. sie müssen zunächst freigesetzt werden. Dies geschieht entweder auf natürliche Weise im Magen-Darm-Trakt durch Verdauungsvorgänge, bakterielle Fermentation oder durch gezielte Herstellung.

Weiterhin müssen diese vom Körper aufgenommen (absorbiert) und zum entsprechenden Wirkort transportiert werden.
So ist z.B. für Milch- oder Molkeproteine bekannt, dass diese bioaktive Peptide enthalten, die physiologische Vorgänge des Immunsystems, Herz-Kreislaufsystems und Nervensystems beeinflussen können. Aber auch Peptide, die aus anderen Nahrungsmitteln gewonnen werden, sind Gegenstand intensiver Forschung, so z.B. die aus kollagenen Strukturen gewonnenen Bioaktive Kollagenpeptide.

* kDa = Kilodalton, 1 kDa = 1.000 Dalton / atomare Masseneinheit

Folgende Abbildung zeigt den Ablauf einer ProteinBiosynthese 

Bildquelle: Frank Geisler (MediDesign)

Letzte Aktualisierung: Januar 2017